Mensch sein

Mann sein, Frau sein …

Suchen wir danach, macht das Sinn? Sind wir so unterschiedlich oder wird uns das seit Jahrtausenden nur eingeredet?

Reden wir es uns selbst ein? Wird das Bild, dass wir von uns haben nicht von Generation zu Generation weitergegeben?

Ich konnte damit noch nie etwas anfangen. Mein Selbstbild war immer schon zuerst geschlechtslos. Ob etwas gut oder schlecht war, vor allem meine Bewertung von Handlungen, Dingen, Verhalten, oroentiert sich zunächst am Menschen, am Charakter, nicht am Geschlecht.

Zugegeben, in meinen anderen Texten und mit der Erfahrung, verwende ich manchmal auch diese Schubladen, in die ihr euch aber selbst steckt. Darum werdet ihr auch von mir so wahrgenommen.

Meine Kritik bezieht sich aber da eben auch auf diese Rolle, dieses Verhalten das ihr nachahmt, auf den Menschen, zu dem ihr werdet, euch machen lasst, auf das Stereotyp.

Ich selbst versuche bei Argumentationen und Meinungsverschiedenheiten mich immer auf die Sache zu konzentrieren, ganz egal ob ich mit einem Mann oder einer Frau diskutiere.

Ganz erstaunlich ist, dass das den meisten nicht gelingt, sie argumentieren fast immer aus der Ich Position und das Ich ist eben oft vorbelastet, geprägt, ein fremdes Wesen, zu dem wir geworden sind.

Das Neutrum, das ich in mir fühle existiert bei den meisten Menschen nicht, ihre Weltsicht dreht sich immer nur um sich. Manchmal bin ich darüber immer noch so verblüfft, dass ich kurz brauche um zu verstehen, warum sie eine Sache nicht objektiv betrachten können.

Aber eigentlich verstehe ich es nicht.

Manche ahnen, das ihnen da eine Fähigkeit fehlt, aber da andere ebenso sind und es auch vorteilhaft zu sein scheint, die Welt auf sich zu reduzieren, es ganze Regale voll Bücher gibt, die uns das einreden wollen, manche sogar zur Selbstfindung in Seminare laufen, glauben sie dieser Holzweg (Ich zuerst), sei der richtige.

Aber das ist eben genau nicht der richtige Weg. So sind wir ins Verderben gelaufen, auf dieser Welt.

Die wahre Kraft des Menschseins liegt darin, neutral zu sein, objektiv, gerecht, fair, unparteiisch, offen für die Meinung des anderen, auch nachgeben zu können, dem anderen etwas zu gönnen, Fehler einzugestehen und sich ändern zu können, am Leben zu lernen und insgesamt in Bewegung zu bleiben, auf den anderen zu vertrauen, ihm und darüber auch sich selbst, Mut und Hoffnung zu spenden.

Natürlich darf man sich selbst darin auch nicht selbstlos ganz verlieren. Man selbst ist genauso wichtig wie der andere. Gleichheit, Brüderlichkeit, ihr wisst schon. Gleich, nicht mehr!

Alles geben, wenn auch nur für den Moment. Dann finden wir auch was wir suchen in uns und im anderen.

© 2021 Alle Texte und Ideen sind geistiges
Eigentum von Ludger Christian Albrecht (Luc A.)

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