Hass und Dummheit …

… oder ist nicht alles ein großes Missverständnis?

Ich sage JA, das ist es. Schon im engen Miteinander, sozusagen der Urzelle der menschlichen Kommunikation und da schließe ich bewusst auch Mimik, Gestik, wie man sich kleidet und gibt, mit ein, kommte es zu so vielen Missverständnissen und falschen Interpretationen.

Ist das nicht so? Leider merken wir es nicht immer, denn um es aufzuklären miteinander, fehlt uns die Nähe, der Kontakt ist gestört, der Mut oder wir haben sogar Angst davor.

Nicht selten vor der Wahrheit.

Ja, klar, es gibt immer eine eigen Wahrheit und darum sogar viele. Aber Menschen sind sich auch sehr ähnlich. Wir suchen alle nach dem Glück, der Liebe, der Nähe mit und von anderen Menschen.

Wenn man sich darauf einlässt, kann man eigentlich mit jedem Menschen gut auskommen, ihm vielleicht sogar nahe kommen.

Natürlich gibt es auch Unterschiede, wie wir erzogen wurden, was uns geprägt hat, Überzeugungen, Bildung, Vorlieben, ganz unabhängig von Äußerlichem. Aber liebende Augen sind blind, sagt man so schön. Besser noch könnte man es andersherum formulieren, dass sie klarer sehen, genauer hinhören, geduldiger mit dem Anderen sind. Ob das in der Realität aber wirklich so ist, lasse ich mal dahingestellt.

Das was wir am anderen mögen, auch schon am Nachbarn, Kollegen oder auch nur dem netten Postboten, ist ein genauso starkes Gefühl, wie jedes andere. Der Liebe gestehen wir das aber nur selten zu, dem Hass schon. Den empfinden wir oft wilder, unberechenbarer, spontaner und wir sind uns sicher. Wenn wir zum Beispiel voller Wut, einen anderen Autofahrer anschreien.

Liebe hingegen packen viele von uns noch in eine starre, romantische Idealvorstellung, es soll ein Gefühl sein, das wir nur einem Menschen geben, vielleicht dazu nur noch unseren Kindern, Eltern und Geschistern.

Wenn wir aber Liebe so zulassen könnten, wie vielleicht auch Jesus, der sein Jünger oder alle Menschen trotz ihrer Fehler und Andersartigkeiten, liebte und sicher wird hier niemand behaupten, er hätte nur nett sein wollen oder Freundschaft angestrebt, dann wäre sie echt.

Sollte Jesus nur ein Gleichnis sein, wäre es zumindest in seiner Intention echt, wahre Liebe zu symbolisieren.

Aber vielleicht ist dise geschichte ja auch nur ein Märchen? Die natürlich auch erzählt (erfunden) wurden um den Menschen etwas beizubringen.

Ich denke aber es ist unsere Dummheit, mit Angst und Mutlosigkeit gepaart, die uns fest hält in unserer Starre. Wir brauchen gerade in der heutigen Zeit scheinbar diese Mauern, hinter der wir unsere Fähigkeit zu lieben verstecken. Wir trauen uns nicht einmal es auszusprechen: Ich liebe was Du im Moment bist für mich. Punkt.

Aber nur wer Liebe geben kann und sie auch so nennt, kann sie auch von anderen also solche annehmen.

Meine Erfahrung der letzten Jahre zeigt mir leider, dass das nur ganz wenige können. Sie ahnen zwar, dass ihnen da etwas fehlt, sie möchten sich mehr öffnen, aber sie wissen nicht wie. Sie stehen sich einfach immer selbst im Weg, oft weil sie zu gleich auf irgendwelche Heilsbringer hören, anstatt auf ihr eigenes Herz.

Diese Entfremdung von uns selbst, entfremdet uns auch von anderen Menschen und ist die Keimzelle von Krieg und sicherem Untergang, des Einzelnen und der Menschheit ansich. Immer wieder sehen wir es in der Geschichte, aber wir lernen wenig daraus.

Hier sind wir zumindes echt, wir müssen das Negative selbst erfahren. Irgendwie sind wir offenbar alle sadomasochistisch veranlagt. Leid und Schmerz, Angst und Hass sind uns vertrauter, manchmal wohl sogar lieber, als die Liebe.

Ist das nicht verrückt?

© 2020 Alle Texte und Ideen sind geistiges
Eigentum von Ludger Christian Albrecht (Luc A.)

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