Fairness

Ja, wenn man objektiv schreiben will, gelingt das oft nicht. Wenn man sich objektiv verhalten will ist das genauso schwer. Wenn man den Eindruck hat, andere Menschen (z.B. Nachbarn, Vermieter usw.) sind es nicht, sind immer nur subjektiv auf ihren Vorteil bedacht, noch mehr.

Warum sollte man sich selbst bemühen fair zu sein, immer den Frieden zu wahren? Warum?

Das fragen sich bestimmt viele oder nicht? Sind nur immer die anderen unfair und unfriedlich?

Das ist sicher wieder eine philosophische Betrachtung, aber warum hab ich dann trotzdem den Verdacht, dass viele überhaupt nicht erkennen, was Recht und Unrecht ist. Denn die objektive Wahrnehmung gelingt ihnen überhaupt nicht mehr.

Aber können sie was dafür? Ist nicht im Teufelskreis jeder Mensch schon so aufgewachsen? Ist unser Charakter anerzogen, vorgelebt oder doch ein bisschen individuell? Können wir uns überhaupt nachhaltig ändern?

Vielleicht haben die meisten nur Angst, die dunkle Macht die immer um uns lauert. Sie haben Angst gerecht zu sein, offen und liebevoll. Denn die Welt um uns herum ist doch scheinbar böse. Das Böse ist stark und verleiht Macht und Größe. So scheint es nur natürlich, sich dem anzupassen.

Ist also unser Schicksal das Böse was uns antreibt, um zu überleben, besser zu leben als andere? So ist diese Welt sicher nie fair. Die Stärkeren siegen!

Treibt auch mich das Böse an? Ich rede mir ein, dass es nicht so ist, denn ich hab ein „schreibendes“ Gewissen. Nur ist es für mich keine Bibel, kein Regelbuch, ich begehe trotzdem Sünden genug, absichtlich und unabsichtlich, rede mir ein sie seien Gutes, dass ich mir tue. Aber sie betreffen auch immer andere und dort ist die Sicht darauf anderes. Wie können wir dann überhaupt unterscheiden zwischen Gut und Böse, wenn das eigentlich nur ist eine Perspektive?

Wir können es, denn in uns wissen wir die Wahrheit, nur müssen wir es auch wollen.

© 2022 Alle Texte und Ideen sind geistiges
Eigentum von Ludger Christian Albrecht (Luc A.)

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